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Pure Lebensenergie aus Hanf

Die Samen der Hanfpflanze enthalten ein Öl, das „aufgrund seines Fettsäurespektrums in die Spitzengruppe der besten Pflanzenöle“ gehört, heißt es im Lexikon der pflanzlichen Fette und Öle (Krist et al 2008: Lexikon der pflanzlichen Fette und Öle: 147).

„Sein ungewöhnlich gut ausgewogenes Fettsäure-Profil bedeutet, dass man sich ein Leben lang mit Hanföl ernähren könnte, ohne einen Mangel an essentiellen Fettsäuren (EFA) zu erleiden. Sein Gehalt an Gamma-Linolen-Säure (GLA) macht es einzigartig unter den Speise-Ölen.“ (Udo Erasmus: "Fats that heal, Fats that kill", Vancouver 1993).

Diese Besonderheit spiegelt sich auch in der bedeutenden Rolle wider, die der Hanf über Jahrtausende als Nahrungslieferant in vielen Weltgegenden innehatte. Die von den Gourmets des deutschen Mittelalters verachtete Hanfsuppe der einfachen Leute stellte ebenso wie die Hanfbutter die Grundversorgung der Bevölkerung mit Fetten und Eiweißen sicher und stärkte ihr Immunsystem.

Gesunde Ernährung mit Omega 3 & Co.

Aktuelle Studien belegen, dass mehrfach ungesättigte Fettsäuren das Risiko für koronare Herzkrankheiten, wie z.B. den Herzinfarkt, senken. Kein anderes Speiseöl enthält die mehrfach ungesättigten Fettsäuren gleichzeitig in so großer Menge und perfekter Ausgewogenheit wie Hanföl, das zu 90% aus ihnen besteht. Besonders die essentiellen Fettsäuren (z.B. Omega-3) sind lebenswichtige Nahrungsbestandteile, da sie vom Körper nicht selbst hergestellt werden können. Sie beeinflussen Wachstum, Vitalität und unser Immunsystem.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, den Verzehr von gesättigten Fettsäuren zu senken und stattdessen mehr essentielle Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren zu sich zu nehmen. Wichtig ist dabei eine ausgewogene Zusammensetzung: Omega-6-Fette und Omega-3-Fette sollten in einem Verhältnis von 3:1 aufgenommen werden, so die Experten Dr. Ulrich Strunz und Andreas Jopp in ihrem Buch „Fit mit Fett“ (2002). Mit einem Anteil von 50-70% Linolsäure (Omega-6) und 15-25% Alpha-Linolensäure (Omega-3) besitzt Hanföl ein optimales Verhältnis der beiden Fettsäuren. 15-20 Gramm Hanföl pro Tag stellen bereits den Tagesbedarf eines Erwachsenen an essentiellen Fettsäuren sicher.

Besonders wertvoll: Gamma-Linolensäure (GLA)

Als außergewöhnlich zeichnet sich Hanföl durch seinen Anteil an Gamma-Linolensäure (2-4%) aus. Diese Fettsäure, die in kaum einem Speiseöl zu finden ist, wird in verschiedenen Bereichen therapeutisch eingesetzt. Vor allem bei der Behandlung von Neurodermitis und anderen chronischen Hautkrankheiten können durch Gamma-Linolensäure (GLA) positive Effekte erzielt werden. Zu den weiteren Anwendungsgebieten zählen Wechseljahresbeschwerden, das prämenstruelle Syndrom (PMS), rheumatische Erkrankungen und die diabetische Neuropathie.

Da Gamma-Linolensäure überwiegend in Form von teuren Kapseln mit Nachtkerzenöl angeboten wird, kann die Verwendung von Hanföl in der täglichen Ernährung eine kostengünstige und wohlschmeckende therapeutische Alternative bieten.

Hanfsamen

Botanisch gesehen handelt es sich beim Hanfsamen um eine Nuss, die von einer dünnen Fruchtschale umgeben ist. Dabei ist das Besondere an der Hanfnuss, dass sie von Natur aus keine Nuss-Allergene enthält. Für eine ausgewogene Ernährung sind Hanfsamen äußerst wertvoll: Neben einem hochwertigen Öl (28-35 %), Kohlenhydraten (30-35 %) und Proteinen (20-24 %) beinhalten sie wichtige Mineralstoffe (Natrium, Calcium, Eisen) und Vitamine (B1, B2, B6, C, D und E).

Das Protein (Eiweiß) des Hanfsamens weist alle acht essenziellen Aminosäuren auf, die der menschliche Körper nicht selbst produzieren kann und daher über die Nahrung aufnehmen muss. Im Vergleich zu Sojaprotein kann Hanfprotein aufgrund seines hohen Anteils an Globulin Edestin leichter verdaut werden.

Hanföl

Das Hanföl wird durch das Pressen der Samen gewonnen. Um die wertvollen Fettsäuren zu erhalten, wird bei Hanföl nur die Kaltpressung angewendet, bei der eine Temperatur von 40°C nicht überschritten wird. Außerdem wird das Öl luftdicht in dunkle Flaschen abgefüllt.

Nicht nur wegen seines Reichtums an lebenswichtigen Fettsäuren, auch wegen seines nussigen Geschmacks eignet sich Hanföl hervorragend für die Küche.

Für Salate und kalte Speisen ist Hanföl bestens geeignet. Ob mit einem Schuss Essig oder Zitrone als klassisches Dressing oder als Basis für Salatsaucen, Dips oder Mayonaisen jeder Art, Hanföl ist einfach köstlich. Als Beigabe zu Pellkartoffeln ist Hanföl ein traditionelles Gericht der schlesischen Küche.

Zum Braten oder Frittieren sollte Hanföl nicht verwendet werden, da große Hitze seine wertvollsten Bestandteile zerstört bzw. in schädliche Trans-Fettsäuren verwandelt. Gut eignet es sich dagegen zum Dünsten und Dämpfen, solange genügend Wasser zugegeben wird, um eine zu hohe Temperaturentwicklung zu verhindern.

Frisches, kaltgepresstes Hanföl ist ein hochwertiges und empfindliches Nahrungsmittel. Bereits nach der ersten Reaktion mit Sauerstoff beginnt der Abbau der wertvollsten Fettsäuren. Wir empfehlen, dieses Öl möglichst frisch zu verzehren und nach dem ersten Gebrauch kühl und verschlossen zu lagern.

Für Nahrungszwecke abgelaufenes, schon leicht ranziges Hanföl ist nicht unbrauchbar, sondern kann von der Küche in die Werkstatt wandern. Dort kann es zur Behandlung von Holzoberflächen oder zum Schmieren von Fahrradketten dienen.

Literatur:

Erasmus, Udo (1993): Fats the heal, Fats that kill. Vancouver, Alive Books.

Krist et al (2008): Lexikon der pflanzlichen Fette und Öle. Wien/New York, Springer Verlag.

Strunz & Jopp (2002). Fit mit Fett. München, Heyne Verlag.